Bad Belziger Judoka nehmen am 17. Sparkassen-Cup in Strausberg teil

17. Sparkassen-Cup in Strausberg Seit genau zehn Jahren betreibt der vierzehnjährige Bad Belziger Lukas Möller den Judosport und besucht mindestens zweimal im Monat mit seinen Vereinskameraden einen Wettkampf im Land Brandenburg, aber auch über die Landesgrenzen hinaus. So wie am vergangenen Samstag, wo er am Sichtungsturnier des Brandenburgischen Judoverbandes in Strausberg teilnahm. Der 17. Sparkassen-Cup war mit über 500 Startern, besonders aus dem Raum Berlin / Brandenburg stark besetzt. Viele Sportschüler und Kämpfer aus den Leistungsstützpunkten waren anwesend, so dass Lukas sehr schnell klar wurde, wie schwer die Kämpfe und damit verbunden ein paar Siege sein werden. Eingewogen wurde er in der Alters-/Gewichtklasse U15 / -66 kg gemeinsam mit acht weiteren Sportlern. Gekämpft wurde im Doppel-Ko-System was bedeutet, dass man im ersten Kampf gleich punkten muss, um nicht auszuscheiden oder sich in den Trostrundenkämpfen weiter durchboxen muss. Lukas Möllers erster Gegner kam vom Sportclub Dynamo Hoppegarten und er schätzte ihn als ebenbürtig ein. Beide Kämpfer schenkten sich nichts, konnten aber auch nicht mit einer Technikwertung punkten. Die Wettkampfzeit war um und eine Hantei-Entscheidung stand an. Die Kampfrichterentscheidung ging in diesem Fall positiv für Lukas Möller aus. "Puh - Glück gehabt", empfand Lukas und ging zu seinem Trainer Dirk Gröber zur Kampfanalyse. Seinem zweiten Gegner aus Berlin stand er bei einem Kampf noch nie gegenüber und konnte ihn somit schlecht einschätzen. Wie schon so oft versuchte Lukas seine Lieblingstechnik Uchi-mata (Innenschenkelwurf) anzuwenden.

17. Sparkassen-Cup in Strausberg Sein Gegner war clever und drehte sich dagegen, wonach es zum Bodenkampf kam. Lukas versuchte zu hebeln, doch sein Gegner war ihm immer ein Stückchen voraus und brachte ihn in eine Festhalte, aus welcher sich Lukas nicht mehr befreien konnte. Sichtlich traurig kam er von der Tatami, denn er hatte sich den Weg zum Finalkampf damit verbaut. Nach einer kurzen Verschnaufpause stand sein letzter Kampf für diesen Wettkampftag an, wo er unbedingt punkten musste, um eine Medaille mit nach Hause zu nehmen. "Es ist schon ein komisches und auch beklemmendes Gefühl mit so viel Druck auf die Tatami zu gehen", meinte Lukas. "Ich wollte unbedingt auf dem Siegerpodest stehen und wenigstens mit einer Bronzemedaille nach Hause fahren" so der Judoka. Sein Trainer Dirk Gröber sah ihm seine leichte Wankelmütigkeit an und coachte ihn stetig vom Mattenrand aus, was sich auszahlte. Mit einem durchgezogenen Uchi-mata bezwang Lukas Möller seinen letzten Gegner. Seitens des Kampfrichters kam ein lautstarkes "Ippon" und die Bronzemedaille war sicher. Sichtlich erleichtert kam Lukas von der Matte und wurde von seinen Mitstreitern beglückwünscht.

Am darauffolgenden Wettkampftag standen die Kämpfer der U11 in Strausberg auf der Matte. Hier erkämpften sich Ole Rademacher (U11/+46 kg) und Julian Scheer (U11/-37 kg) die Goldmedaille. dg