Michael Traus ist österreichischer Judomeister

Linz 2017 Kaum hat die neue Wettkampfsaison begonnen, so heißt es für die Judoka vom Judoclub Bad Belzig an den Wochenenden an verschiedenen Orten zu kämpfen. Während die jungen Sportler des JCBB in Potsdam auf der Tatami standen, verschlug es die Routiniers Michael Traus, Dirk Gröber und Mathias Köpping ins oberösterreichische Linz. Dort fanden die 27. Austrian-Masters 2017 / Internationale österreichische Seniorenmeisterschaften für Männer und Frauen statt. Für Michael Traus war dieses Turnier eine weitere Vorbereitung für die in zwei Wochen stattfindende Weltmeisterschaft der Judosenioren in Sardinien und er zeigte wieder einmal was er drauf hat. Zur Freude der Bad Belziger Starter fanden 113 Teilnehmer von 49 Vereinen und aus 10 Nationen den Weg in die oberösterreichische Landeshauptstadt Linz. Michael Traus startete in der Altersklasse M5 bis 60 kg. Das sind die Kämpfer im Alter von 50 - 54 Jahren. Michael Traus, welcher die 60 Jahre schon überschritten hat, hätte sonst keinen Gegner in seiner Altersklasse gehabt und machte somit einem jüngeren Kämpfer sprichwörtlich auf der Tatami die Hölle heiß! Seinen ersten Kampf gewann er mit seiner Lieblingstechnik Tomoe Nage (Kopfwurf).

Linz 2017 Den zweiten Kampf beendete er mit der Technik Juji-Gatame (Kreuz-Streckhebel) und sicherte sich den Meistertitel. Zur gleichen Zeit stand sein Vereinskamerad Mathias Köpping in der M5 bis 81 kg auf der Matte und sorgte für eine weitere Medaille. Er gewann seinen ersten Kampf mit der Technik Tani Otoshi (Talfallzug) gegen einen Starter vom JC Sundvall aus Schweden. Seinen zweiten Kampf im Pool B verlor er gegen einen Judoka aus österreich und war somit Pool-Zweiter. Den dritten Kampf gegen den vorerst Ersten aus Pool A konnte Mathias Köpping nicht für sich entscheiden und wurde somit Dritter - Bronze! Für einen weiteren Erfolg sorgte Trainer Dirk Gröber. Er kämpfte bei den Schwergewichten in der M4 (45-49 Jahre) über 100 kg. Hier musste er sich in seinem ersten Kampf einem starken Gegner aus Ungarn geschlagen geben. Aber in seinem zweiten Kampf gegen einen österreicher überzeugte er mit der Festhalte Kesa-Gatame (Schärpenhaltegriff) und es hieß Ippon! Dirk Gröber nahm die Silbermedaille mit in den Fläming. Begleitet und ordentlich angefeuert wurden die drei Sportler von Vereins- und Familienangehörigen, die sichtlich stolz auf ihre Kämpfer waren. dg